Wer CBD sagt, muss auch Endocannabinoid-System sagen. Endocannabino..was? Zugegeben – der etwas komplexe Name mag zwar anfangs etwas abschreckend wirken. Doch dahinter verbirgt sich ein faszinierender Teil unseres Nervensystems – und bei näherem Hinsehen ist es auch gar nicht kompliziert.
In diesem Artikel erklären wir, warum das körpereigene Endocannabinoid-System von so großer Bedeutung für unsere Gesundheit ist und wie CBD dabei helfen kann, es wieder in Balance zu bringen. Viel Spaß also bei einem kleinen Ausflug in ein Kapitel „Neuroscience für Newbies oder besser gesagt: Für Hanfköpfe“.

Was ist das Endocannabinoid-System?

Was also ist das Endocannabinoid-System überhaupt? Und warum ist es für uns von Vorteil, etwas darüber zu wissen? Das Endocannabinoid-System – kurz ECS genannt – ist ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Nervensystems. Es besteht aus verschiedenen Rezeptoren (Rezeptoren sind Rezipienten und lösen gemeinsam mit den Botenstoffen, die sie empfangen, verschiedene Reaktionen im Körper aus) und ist seit seiner Entdeckung eines der hot topics in der Wissenschaft. Das körpereigene Endocannabinoid-System wurde nämlich erst vor recht kurzer Zeit entdeckt – und deswegen gibt es immer wieder spannende neue Erkenntnisse über den Forschungsstand.

Wann wurde das Endocannabinoid-System entdeckt?

Erst 20 Jahre nach der Entdeckung von THC wurde das körpereigene Endocannabinoid-System und seine breit gefächerte Funktion im menschlichen Körper entdeckt. THC als exogenes Cannabinoid wurde Mitte der Sechzigerjahre als wichtigster psychoaktiver Wirkstoff in Cannabis identifiziert – doch dass auch der Körper selbst Cannabinoide produziert und diese auf ein körpereigenes System einwirken – das fanden Forscher erst Mitte der 1980er-Jahre heraus.

Bestandteile des Endocannabinoid-Systems – von Kopf bis Fuß auf Cannabinoide eingestellt

Auch wenn wir aus eben beschriebenen Gründen noch längst nicht alle Bestandteile des ECS kennen, ist sich der aktuelle Stand der Forschung zumindest hierüber einig: Das ECS besteht aus drei verschiedenen Rezeptoren, die über den ganzen Körper angesiedelt sind: den CB1-, CB2-, und CB3-Rezeptoren. Diese körpereigenen Rezeptoren sind an den verschiedensten Prozessen beteiligt:

CB1-Rezeptoren:

CB1-Rezeptoren sind zum größten Teil im Gehirn angesiedelt und steuern unser Schmerzempfinden, unsere kognitiven Leistungen sowie unsere Informationsverarbeitung. Zu einem kleinen Teil tragen sie sogar zu unserer Gedächtnisbildung bei.

CB2-Rezeptoren:

Ist unser „CB2-Haushalt“ ausgeglichen, gehen Entzündungen im Körper zurück, unser Stoffwechsel ist in Balance und Beschwerden wie Gewebeschäden können repariert werden – CB2-Rezeptoren sind also wichtig für das Immunsystem.

CB3-Rezeptoren:

Zu ihnen gibt es laut dem aktuellen Forschungsstand noch nichts wirklich Aussagekräftiges zu berichten – sicher ist jedoch, dass auch hier Cannabinoide andocken und somit eine Reaktion auslösen können.

Um die Rezeptoren des ECS in Gang zu bringen, müssen sie von Botenstoffen – den Cannabinoiden – aktiviert werden. Diese kann der Körper entweder selbst herstellen (hier spricht man dann von den Endocannabinoiden) oder sie werden als Neurotransmitter, die von außen auf den Körper einwirken, beispielsweise in Form von CBD angewendet.

Funktionen des Systems – warum ist das ECS so wichtig?

Da die Liste der Funktionen des ECS lang ist, begnügen wir uns mit einem kleinen – aber feinen – Auszug der bedeutendsten Aufgaben. Das Endocannabinoid-System beeinflusst unter anderem:

  • Den Schlafrhythmus – und die Schlafgewohnheiten
  • Die Funktionen des Immunsystems
  • Unsere Motivation
  • Stressreaktionen
  • Appetitregelung
  • Stoffwechsel
  • Verdauung
  • Erinnerungsvermögen

Und was hat das Ganze mit CBD zu tun?

Mit diesem Hintergrundwissen wird klar, warum ein ausgeglichenes Endocannabinoid-System von so großer Bedeutung für unser körperliches sowie geistiges Wohlbefinden ist. Für ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Leben, einer ausgewogenen Ernährung und einem gesunden Immunsystem ist es unabdingbar, das ECS in Balance zu halten. Doch wie es eben im Leben so ist, kann auch das ECS aus dem Gleichgewicht geraten.

Und ein unausgeglichener ECS-Spiegel wird mit einer Vielzahl an Beschwerden assoziiert: Sind die CB1-Rezeptoren über- bzw. Nicht genügend aktiv, kann dies das Risiko von Stimmungsstörungen, Immunsuppressionen und Depressionen erhöhen. Eine CB2-Dominanz kann die Immunfunktion verschlechtern beziehungsweise die Wundheilung verlangsamen.

Kurz gesagt: Wenn das Endocannabinoid-System nicht im Gleichgewicht ist, kann dies viele Probleme verursachen.

Die Einnahme von CBD als exogene Cannabinoide kann dabei helfen, das natürliche Gleichgewicht des Körpers – auch Homöostase genannt – wiederherzustellen. Zwar befindet sich die Forschung hierzu noch im Anfangsstadium – doch verschiedene Studien weisen bereits darauf hin, dass CBD auf natürliche Weise auf unsere körpereigenen Cannabinoidrezeptoren einwirken kann und beispielsweise das Enzym Fettsäureamidhydrolase hemmt, welches für den Abbau von Endocannabinoiden verantwortlich ist.

Wenn unser Körper also nicht genügend eigene Endocannabinoide produziert, kann CBD als natürliches Phytocannabinoid sanft dabei helfen, den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen.